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35 Veranstaltungen gefunden: Februar 2009
  Ausstellung (15.02.09 – 31.01.11)  

Hamburg, Altbau, Kunsthalle – Noble Gäste. Meisterwerke des Impressionismus


Noble Gäste. Meisterwerke des Impressionismus Ab dem 15. Februar 2009 ist für eine Dauer von zwei Jahren eine einzigartige Sammlung von impressionistischen Meisterwerken aus der Kunsthalle Bremen zu sehen. Die dortigen Umbauarbeiten geben die Gelegenheit, mit herausragenden Schlüsselwerken die Sammlung der Hamburger Kunsthalle zu ergänzen und zu verstärken. Die Werke, die als „Noble Gäste“ in der Hamburger Kunsthalle künstlerisch bedeutende Akzente setzen, verdeutlichen die langen, lebendigen Beziehungen der beiden Kunsthallen in Bremen und Hamburg. Sie reichen von der Zeit um 1900, als Gustav Pauli und Alfred Lichtwark als Direktoren wirkten, und dauern bis heute an.

Das 1889 gemalte Mohnfeld von Vincent van Gogh stellt den Mittelpunkt der Auswahl dar, eine bewegte, farbensprühende Landschaft, die der Künstler während seines Aufenthalts in der Heilanstalt in Saint-Rémy schuf. Das Bild rief 1911 bei seiner Erwerbung durch Gustav Pauli, der damals Direktor der Bremer Kunsthalle war, einen Skandal hervor. Dieser gipfelte in dem „Protest deutscher Künstler“, der von dem Maler Carl Vinnen – der übrigens Teile des alten Treppenhauses der Hamburger Kunsthalle ausgemalt hat – initiiert wurde.

Das 1866 von Claude Monet gemalte ganzfigurige Porträt seiner Geliebten und späteren Frau Camille war der erste große Salonerfolg des Künstlers. Die modische Bekleidung der jungen Frau, ein schwarz-grün gestreiftes Seidenkleid mit schwarzer, pelzverbrämter Samtjacke, wird durch den fließenden Duktus Monets zu einem malerischen Ereignis.

Edouard Manet portätierte seinen Freund, den Schriftsteller Zacharie Astruc 1866 in temperamentvollen Zügen. Hinter einem Tisch voller Bücher erscheint der berühmte Kritiker und Dichter, der sich als Erster für Manet einsetzte und ihn gegen die allgemeine Kritik verteidigte.

Zwei Landschaften von Camille Pissarro, Landschaft mit pflügendem Bauern (1868) und Märzsonne (1875) sowie das Gemälde Junges Mädchen im Atelier (1888) von Henri Toulouse-Lautrec vervollständigen die Auswahl der Gemälde. Sie werden ergänzt durch vier bedeutende Skulpturen von Auguste Rodin, unter anderem Jean de Fiennes und Jean d'Aire aus der Serie der Bürger von Calais.

kostet Eintritt
http://www.hamburger-kunsthalle.de/presse@hamburger-kunsthalle.de
Hotline: +49 (0) 40 428 131 200
Hamburg, Deutschland
     

  Ausstellung (19.02.09 – 03.05.09)  

Duisburg, MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst – Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit


Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit Vom 19. Februar bis zum 3. Mai 2009 stellt das MKM in einer umfangreichen Werkschau den 1945 geborenen irischen Maler Sean Scully vor. Die Ausstellung „Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit“ zeigt rund 60 Werke von 1974 bis 2008, die in thematische Räume gegliedert sind und einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlers geben. Die Ausstellung ist in neun Kapitel unterteilt, denen bestimmte formale Kriterien und damit auch Schaffensabschnitte in Scullys Werk zugrunde liegen.

Sean Scully wird 1945 in Dublin geboren und wächst in einem Südlondoner Arbeiterviertel auf. 1965 beschließt er, sich ganz der Kunst zu widmen und schreibt sich am Croydon College of Art in London ein, später an der Newcastle University und in Harvard. Es folgen zahlreiche internationale Ausstellungen und Lehrtätigkeiten. 1983 wird er amerikanischer Staatsbürger, ab 2002 unterrichtet er Malerei an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Heute unterhält Sean Scully Ateliers in New York, Barcelona und nahe München.

Scully, der zu seinen Vorbildern Cimabue ebenso zählt wie Caspar David Friedrich oder Rothko, verbindet in seiner Malerei europäische und amerikanische Bildtraditionen. Seine abstrakten Gemälde haben einen strengen Bildaufbau, sind rasterartig unterteilt durch Streifen, Balken und Felder aus Farbe, die kontrastieren, sich durchdringen oder überschneiden. Zugleich zeichnen sich die Werke durch eine hohe haptische Qualität aus, die eine „versteckte Sinnlichkeit“ durchscheinen lässt, derer man nicht unmittelbar habhaft werden kann, die aber immer präsent ist und neugierig macht: Welches Erleben, welche Geschichte steckt hinter dem Bild? Scully gelingt es, Gefühle, Stimmungen, Assoziationen und 'Bilder' in abstrakte Kompositionen zu bannen. Titel wie „Darkness and Heat“, „Happy Days“, „Königin der Nacht“ oder „Mirror Silver“ unterstreichen den erzählerischen Moment.

In diesem Kontext steht auch der Ausstellungstitel „Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit“, ein spielerisch gefundener Titel, der – wie Scullys Werke – Eindrücke einfangen und Assoziationen hervorrufen will.

Kuratorin Susanne Kleine vergleicht das malerische Prinzip mit dem Blick aus dem fahrenden Zug, aus dem heraus die Welt sich zu abstrakten Farbstreifen verzerrt, in denen sich die eigentlichen Gegenstände auflösen: „Das Erahnen der realen Welt, der Gegenstände, der unzähligen Geschichten hinter, unter, zwischen der geometrischen Form des Rechtecks – das ist es, was die große Kraft der Bilder von Sean Scully ausmacht.“

„Meine Bilder erzählen von Beziehungen“, sagt Sean Scully über sein Werk, „wie Körper zusammenkommen, wie sie sich berühren, sich trennen. Wie sie zusammenleben, in Harmonie oder in Disharmonie. Der Charakter dieser Körper verändert sich ständig in meiner Arbeit, abhängig von der Farbe, von der Opazität und Transparenz der Oberfläche. Das alles verleiht ihnen ihre Eigenart, ihr Wesen. Der Rand definiert die Beziehung zum benachbarten Körper, er setzt sie in einen Kontext. Meine Bilder wollen Geschichten erzählen, die ein abstraktes Gegenstück zu dem Auf und Ab menschlicher Beziehungen sind. Sie wollen erzählen, wie es möglich ist, sich als Mensch in diesem Geflecht zu entwickeln.“

Bild:
Sean Scully, One Yellow, 1985
(c) Sean Scully / Foto: Atelier Sean Scully

kostet Eintritt
http://www.museum-kueppersmuehle.de/index.php?id=8&L=0office@museum-kueppersmuehle.de
Hotline: (0)203 / 30 19 48 - 11
Duisburg, Deutschland
     

  Ausstellung (22.02.09 – 05.04.09)  

Borken, Open Art Galerie – Manel Marzo-Mart // Peinture - Gravure - Sculpture - Mobiles

Der Katalanische Künstler Manel Marzo-Mart ist Meister der Formensprache.

Seine abstrakten Figuren sind urban, archaisch, verblüffend einfach, mit beispielhafter Aussagekraft. In seinen Bildkompositionen wirken sie wie Werkzeuge, Gebäudefragmente und Inhalte geheimnisvoller Systeme.

Mit reduziert eingesetzten Farbelementen werden Skulpturen, Mobiles, Collagen, Malerei und seine Grafiken zu Meisterwerken, die Ästhetik und Schönheit in die Kunst zurückkehren lassen.

Die Radierungen des Künstlers werden auf der Grafik-Börse vom 27. Februar bis zum 1. März im Vennehof in Borken gezeigt.

kostet Eintritt
http://www.galerieopenart.de/openartgalerie@versanet.de
Hotline: +49 (0) 28 61 - 9 16 63
Borken, Deutschland
     

  Ausstellung (22.02.09 – 24.05.09)  

Hamm, Gustav-Lübcke-Museum – Lyonel Feininger - Paul Klee: Malerfreunde am Bauhaus


Lyonel Feininger - Paul Klee: Malerfreunde am Bauhaus Gegenüberstellung der beiden bedeutenden Bauhausmaler

Lyonel Feinigers (1871 – 1956) bevorzugte Motive sind Architekturen alter Städte und Meereslandschaften. Eine magisch kristalline Ordnung bestimmt die ruhige, architektonische Bildgestalt seiner Werke, wobei er seine Bildideen in einer eher begrenzten Motivwahl realisiert.

Paul Klees (1879 – 1940) Motivwahl ist vielfältiger. Klees Werk geht als ein selbstständiges Gebilde des formenden Geistes über die summarische Naturerscheinung hinaus und beeinflusste entscheidend das moderne bildnerische Denken. Die „Zwiesprache mit der Natur“ war für Klee wichtige Voraussetzung seines Schaffens.

Die beiden Maler verbindet ein enger Bezug zur Gegenstandswelt. Feiniger wurde 1919 als erster Meister ans Bauhaus in Weimar berufen, Klee nahm im Januar 1921 seine Lehrtätigkeit dort auf. Ihre gemeinschaftliche Tätigkeit und ihre freundschaftliche Nähe kommen in gegenseitigen künstlerischen Berührungen zum Ausdruck, die in der Thematik wie auch in stilistischen Strukturen deutlich werden. Bei allen Gemeinsamkeiten wird die eigenständige, schöpferische Kraft, die Individualität von zwei der bedeutendsten Maler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar.
Die Ausstellung umfasst mehr als 80 Exponate, Gemälde Aquarelle und Zeichnungen, die während der gemeinsamen Tätigkeit von Feiniger und Klee am Bauhaus in den 1920er Jahren entstanden. Sie stammen aus bedeutenden nationalen und internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen.

kostet Eintritt
http://www.hamm.de/8500_12895.htmlGustav-Luebcke-Museum@Stadt.Hamm.de
Hotline: 02381/17-5701
Hamm, Deutschland
     

  Ausstellung (22.02.09 – 19.07.09)  

Hamburg, Janssen Kabinett, Kunsthalle – Horst Janssen.


Horst Janssen. Angeregt durch Johann Heinrich Füsslis (1741 –1825) Gemälde DieNachtmahr von 1781 schuf Horst Janssen 1973-1975 die Radierfolge Der Alp. Variationen zu Heinrich Füssli. Über drei Jahre beschäftigte ihn dieser Zyklus, zu dem zahlreiche Variationen des Themas entstanden. In den 28 Radierungen der Folge greift Janssen die erotisch dämonische Facette von Füsslis Gemälde auf und steigert sie durch beängstigende Deformationen. Die Stimmung des Alptraumartigen wird bei Janssen durch die markanten Hell-Dunkelkontraste, die dunklen Schatten und grellen Lichteffekte der Radierungen technisch meisterhaft in Szene gesetzt.

Als Füsslis Gemälde Die Nachtmahr (Detroit, The Detroit Institute of Art) im Jahr 1782 erstmals in der Royal Academy in London ausgestellt wurde, löste das Bild einen Skandal aus: Ausgestreckt auf einem Bett liegt eine Frau in weißem Gewand, auf ihrer Brust sitzt ein gnomenhafter Alp, während ein Geisterpferd seinen Kopf durch die Bettvorhänge schiebt. Füssli verarbeitete in diesem Bild seine leidenschaftliche, unerfüllte Liebe zu der jungen Anna Landolt, einer Nichte Lavaters. Wie bei Füssli, so spiegeln sich auch bei Janssen in der Darstellung der Nachtmahr erotische Begierde und Eifersucht: 1973 hatte er die junge Bettina Sartorius kennen gelernt. Radierungen wie AlpchenSuite – für Bettina spielen direkt auf diese dramatisch gescheiterte Liebe an. In Anlehnung an Füsslis Gemälde zeigen sie die von den blinden Augen der Nachtmahr bedrohten jungen Frau.

Inspiriert durch den in der Hamburger Kunsthalle gezeigten Zyklus Kunst um 1800 mit der Ausstellung Johann Heinrich Füssli (1974/75), vor allem jedoch durch die 1973 erschienene Publikation von Gerd Schiff zu Johann Heinrich Füssli,verbindet Janssen in dem Zyklus geschickt seine eigenen Motive mit Füsslis Vorbildern: Werke wie Füseli and me, Fuseli zu Fuseli oder Shepherd’s Dream demonstrieren die genüssliche Verfremdung Füsslischer Motive mit den eigenen Phantasien.

Die Hamburger Kunsthalle besitzt mit der Sammlung von Janssens Drucker Hartmut Frielinghaus (erworben 1997) und dem Vermächtnis Gerhard Schack in der Hamburger Kunsthalle (2007) die weltweit größte Sammlung von Janssen-Graphik. Die Ausstellung zeigt neben Zeichnungen und Skizzen zum Zyklus verschiedene Zustandsdrucke und Druckvarianten, vorwiegend in exzellenten Probedrucken.

Kuratorinnen der Ausstellung: Dr. Petra Roettig und Ursula Sdunnus

kostet Eintritt
http://www.hamburger-kunsthalle.de/info@hamburger-kunsthalle.de
Hotline: +49 (0) 40 428 131 200
Hamburg, Deutschland
     

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