Berliner East Side Gallery in neuem Glanz
Grund für den Erfolg der Gallery seien die unterschiedlichen und internationalen Sichtweisen der Künstler auf den Mauerfall vor 20 Jahren. Monatelang war die im Lauf der Jahre blass gewordene Open Air-Galerie restauriert worden. 94 der 118 Künstler, die im Jahr nach dem Mauerfall 1990 ihre Bilder an die Mauer gemalt hatten, kamen dafür wieder nach Berlin.
Täglich besuchen mehr als 2000 Menschen die Open-Air-Galerie mit ihren 3,60 Meter hohen Mauerelementen am Spreeufer. Sie war von Januar bis September 1990 in einer spontanen Kunstaktion entstanden und wurde ein Jahr später unter Denkmalschutz gestellt. Für die Sanierung verantwortlich war die Künstlerinitiative East Side Gallery.
Ihr Vorsitzender Kani Alavi sagte, man werde alles tun, damit „dieses wunderbare Kunstwerk” auf Dauer erhalten bleibe, vor allem für die nachfolgenden Generationen. „Die East Side Gallery steht für Demokratie und Menschenrechte.” Die Gemälde dokumentierten in ihrer Vielfalt die Freude der Künstler, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte die Mauer als Symbol der Teilung überwunden hatten.
Insgesamt wurden 99 der ursprünglich 106 Gemälde wiederhergestellt. 87 Künstler nahmen an der Restaurierung teil, 80 Bilder wurden von den ursprünglichen Autoren rekonstruiert. Einige wenige Bilder werden derzeit noch restauriert.
Das Geld für die Sanierung stellten der Berliner Senat, der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die Stiftung Deutsche Klassenlotterie zur Verfügung. Jeder Künstler erhielt pro Bild eine Aufwandsentschädigung von 3000 Euro sowie Verpflegungsgeld.

